FALLSTUDIE · DRUCK & LETTERSHOP · NEUWIED

Raus aus dem
Abo-Dickicht.

Wie aus 33 Rechnungen eine Entscheidungsgrundlage wurde — und aus einer WordPress-Installation mit fünf kostenpflichtigen Alt-PHP-Versionen eine Website, an der es nichts mehr zu patchen gibt.

−76 %

laufende Kosten für Hosting, Domains und Website — inklusive unseres eigenen Honorars gerechnet

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gleichzeitig bezahlte PHP-Versionen ohne Herstellersupport. Die neue Seite braucht kein PHP.

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Aufrufe an fremde Server im Frontend. Schriften lokal, Karte und Videos erst nach Klick.

Die Ausgangslage

Eine Druckerei mit Lettershop in Neuwied, gegründet 1975, zweite Generation, rund ein Dutzend Mitarbeiter, ausschließlich Geschäftskunden. Zertifizierter DIALOGPOST-Einlieferer der Deutschen Post.

Die Kosten hatten sich verdreifacht

Binnen eines halben Jahres, ohne dass das Angebot gewachsen wäre. Wir haben 33 Rechnungen einzeln ausgewertet und die Posten einer nach dem anderen zugeordnet: zwei parallele Hosting-Pakete, ein zweites Website-Produkt neben der eigentlichen Website, rund zwanzig Domains, darunter acht fast identische Schreibvarianten desselben Suchbegriffs.

Die Website war ein Wartungsfall

WordPress mit sechs Plugins auf gemietetem Webspace — und fünf verschiedene PHP-Versionen, für die längst kein Hersteller mehr Support leistet, jede einzeln kostenpflichtig verlängert. Nebenbei fanden sich sachliche Fehler, die jahrelang niemandem aufgefallen waren: Die Hausnummer stand an drei Stellen falsch, der Kartenmarker lag drei Kilometer neben dem Betrieb.

Jeder Auftrag wurde zweimal erfasst

Die Auftragssoftware erzeugt Word-Dokumente. Die tippt jemand von Hand in das Aufgabenboard — Aufwand bei jedem Auftrag, und eine Fehlerquelle obendrein.

Was wir gemacht haben

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Ein Werkzeug statt eines Gutachtens

Eine Analyse als PDF hätte der Inhaber einmal gelesen und weggelegt. Stattdessen bekam er eine Web-App: 29 Vertragsposten, zu jedem ein Screenshot der Domain, ein Online-Status und drei Knöpfe — behalten, kündigen, unklar. Er entscheidet, wir sehen die Entscheidungen live und sofort, wo seine Einschätzung von unserer Empfehlung abweicht. Eine dritte Ansicht stellt die heutigen Kosten dem Zielzustand gegenüber.

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Website ohne bewegliche Teile

Statisches HTML im eigens gebauten Design „CMYK Noir“ — die vier Druckfarben als Gestaltungsprinzip. Kein CMS, keine Datenbank, kein PHP, also nichts, was gepatcht werden muss. Bilder auf WebP umgestellt: die schwerste Seite fiel von 2,5 MB auf 616 KB. Alle alten Adressen leiten dauerhaft auf die neuen, damit weder Suchmaschinen noch Lesezeichen ins Leere laufen.

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Datenschutz, der nicht nur im Text steht

Kein einziger Aufruf an einen fremden Server beim Laden der Seite: Schriften liegen lokal, Karte und Werbefilme laden erst nach einem Klick. Das Kontaktformular speichert nichts, es verschickt nur — mit Begrenzung pro Absender gegen Missbrauch. Jahresangaben rechnen sich aus dem Gründungsjahr, damit auf der Seite nichts veraltet.

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Die doppelte Erfassung angehen

Die Auftragssoftware ist ein geschlossenes Altsystem ohne Schnittstelle. Also lesen wir das, was sie ausgibt: die Word-Dokumente. Ein Abgleich gegen den Bestand von 4.519 Karten zeigte allerdings, dass die Auftragsnummer dort in keinem einzigen Datensatz gepflegt ist — das naheliegende Zuordnen über die Nummer fällt damit aus. Die Zuordnung läuft jetzt über Inhaltsähnlichkeit.

Was wir nicht behaupten

Der Kunde hat etwas verloren

An der alten WordPress-Seite konnte der Inhaber Texte selbst ändern. Bei einer statischen Seite geht das nicht mehr — Änderungen laufen über uns. Das ist ein bewusster Tausch: weniger Selbstbedienung gegen eine Seite, die nicht gewartet werden muss. Wer lieber selbst tippt, ist mit einem CMS besser bedient, und das sagen wir vorher.

Die Zuordnung ist noch nicht gut genug

An 33 echten Dokumenten gemessen: 16 sicher zugeordnet, 11 brauchbar, 6 unscharf. Das reicht für einen ersten Schritt mit Bestätigung per Hand, nicht für Vollautomatik. Wir sagen es so, statt eine Quote zu versprechen, die wir nicht halten können.

Kein Modell, das dazulernt

Bei der Auftragsmenge dieses Betriebs kommen im Jahr ein paar hundert Beispiele zusammen. Damit justiert man Gewichte — damit trainiert man kein Modell. Wer hier von KI redet, verkauft ein Wort.

Stand der Dinge

Die Website ist seit August 2026 live, auf eigener Infrastruktur, mit Zertifikat und Weiterleitung von allen alten Adressen — anschauen kann man sie unter druckerei-johann.de. Die Vertragsbereinigung läuft: Drei Subdomains liefern noch Dienste, die Kunden aktiv nutzen — die werden umgezogen, bevor irgendetwas gekündigt wird. Der Rest folgt der Liste, die der Inhaber selbst abgehakt hat.

Die Auftragsbrücke ist als Entwurf mit echten Daten fertig und wartet auf die Freigabe des Zuschnitts. Eingeführt wird sie im Parallelbetrieb: Fasst sie eine Woche lang keiner an, ist nichts kaputt.

Eingesetzt
Statisches HTML/CSS/JS FastAPI nginx Docker Traefik Proxmox Kanboard + MariaDB Playwright Claude Code
Dauer

Drei Monate von der ersten Analyse bis zum Livegang, neben dem laufenden Betrieb des Kunden.

Zahlen Sie für Software, die niemand mehr pflegt?

Wir schauen uns Ihre Verträge an und sagen Ihnen, was davon Sie wirklich brauchen. Auch dann, wenn am Ende herauskommt, dass alles passt.

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